Im Gelände
- 6. Juni 2016
- 2 Min. Lesezeit

Wie angekündigt, hatte ich mir noch einmal VHP Aljaridian von der Koppel geholt und ihn gesattelt. Der Gute war ja nun schon eine kleine Weile bei mir und konnte sich in Ruhe an sein neues Zuhause gewöhnen. Neben kleinen Spaziergängen und Trainingseinheiten, hatte er die meiste Zeit auf der Weide verbracht und seine Umgebung kennenlernen können. Jetzt hieß es, ihn endlich mal im Gelände testen zu können. Darauf hatte ich mich mit am meisten gefreut, daher summte ich beim Putzen auch die ganze Zeit und war so gut gelaunt wie lange nicht mehr. Jascha, mein bester Freund, zog mich deswegen schon auf. Meinte, ich würde mich mehr auf den Ritt freuen, als darüber, dass er endlich wieder bei mir war. Lachend hatte ich ihn nur in die Seite gekniffen und befohlen, mir das Sattelzeug von Ari zu bringen. Er schnaubte gespielt beleidigt, machte sich aber auf meinem Befehl nachzukommen. Nur Minuten später war Ari gesattelt und ich drückte Jascha einen Kuss auf die Wange, sagte, wir würden uns später noch einmal bei mir treffen. Dann könnte ich ihm auch gleich Aiakos kara Tani, meinen Shiba Inu Welpen, vorstellen. Und Emma ... sie würde sich sicher unheimlich freuen ihn wiederzusehen. Mit einem Lächeln führte ich Ari ins Gelände, Richtung Cross Country Platz. Dass es diesen gab, war eher Glück. Cassia war früher Turnierreiterin gewesen und das in allen Disziplinen. Daher gab es diesen Platz, auch wenn er heute nur noch von mir genutzt wurde. Dort angekommen, gurtete ich Ari nach und ritt ihn dann in aller Ruhe warm. Führte ihn an den Hindernissen vorbei und ließ ihn so alles beschnuppern. Er sollte später keine Angst davor haben oder scheuen. Das konnte für uns beide böse enden. Erst nach einer guten halben Stunde im Schritt und leichtem Trab, ließ ich ihn in den Galopp gehen und trieb ihn auf das erste Hindernis zu. Alles klappte hervorragend. Er setzte drüber als hätte er nie etwas anderes getan. Wenn er bei Hügeln nicht sehen konnte was dahinter lag, wurde er noch recht nervös. Da hieß es eine ruhige Hand haben, dann ging nichts schief. Wasser schien er besonders zu lieben, denn jede Chance auf einen extra Spritzer wurde genutzt. Alles in allem war es ein super Training und es zeigte mir, wir sehr ihn diese Disziplin begeisterte. Seine Freude ging auf mich über und ich hatte beinahe den ganzen Ritt ein Honigkuchengrinsen im Gesicht. Am Ende des Tages, nachdem all meine Pferde versorgt waren und ich die Zeit mit Jascha genoss, bemerkte ich die Anstrengungen des Tages zwar, war jedoch mehr als zufrieden und fiel bei Nacht schnell in einen tiefen Schlaf.





















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